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Polizeikonkordat Schweiz: Was muss ich wissen?

In der Schweiz sind die unterschiedlichen Kantone dafür zuständig, wie viele Polizisten eingestellt werden und welcher von den Bewerbern für den Beruf in Frage kommt. Hier regelt also nicht de Bund landesweit die Einstellung der Polizisten, diese wird stattdessen von jedem Kanton in „Eigenregie“ übernommen. Zahlreiche Kantone haben sich daher zu unterschiedlichen Polizeikonkordaten zusammengeschlossen. Ein solches Polizeikonkordat setzt vor allem auf Unterstützung und Gemeinsamkeit – sowohl im Auswahlverfahren für die Bewerber als auch in der praktischen Bekämpfung der Kriminalität.

Polizeikonkordat

Polizeikonkordate Schweiz Definition: Was ist das?

Die Verwaltung einzelner Behörden, zu denen auch die Polizeibehörden gehören, unterliegt in der Schweiz der Verantwortung der einzelnen Kantone. Allerdings lässt sich deutlich effektiver in der Gemeinschaft arbeiten und so wird das Polizeiwesen hier in vier Polizeikonkordate zusammengefasst. Das beschreibt also die Zusammenarbeit der einzelnen Polizeibehörden der Kantone, welche zum Beispiel rund um das Einstellungsverfahren aber auch bei der Aufklärung von Strafsachen kooperieren. Insgesamt vier Polizeikonkordate in der Schweiz gibt es: Das Polizeikonkordat Ostschweiz, welches im Jahre 1976 gegründet wurde, das Westschweizer Polizeikonkordat von 1988, das Nordwestschweizer Polizeikonkordat von 1995 und das Zentralschweizer Polizeikonkordat von 2009. Allerdings: Nicht alle Polizeibehörden des Landes sind in einem Konkordat organisiert. Zürich und Tessin etwa gehen einen eigenen Weg.

Wer bei der Schweizer Polizei arbeiten möchte, muss immer ein Auswahlverfahren mit einem Einstellungstest meistern. Auf diesen solltest du dich natürlich gut vorbereiten und hierfür unseren Online-Kurs nutzen!

Polizeikonkordat: Überblick über die Aufteilung in der Schweiz

Da zum Beispiel die Polizei in Zürich oder auch Tessin ganz auf eigenständige Arbeit setzen, ist es nicht unbedingt einfach, die Aufteilung der einzelnen Polizeibehörden in der Schweiz korrekt nachvollziehen zu können. Damit dies ein bisschen besser gelingt, haben wir im Folgenden einmal übersichtlich die verschiedenen Konkordate mit ihren dazugehörigen Polizeibehörden aufgelistet:

Polizeikonkordate Ostschweiz

  • Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden
  • Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden
  • Kantonspolizei Glarus
  • Kantonspolizei Graubünden
  • Kantonspolizei St. Gallen
  • Kantonspolizei Thurgau
  • Landespolizei Fürstentum Liechtenstein
  • Schaffhauser Polizei
  • Stadtpolizei Chur
  • Stadtpolizei St. Gallen

Polizeikonkordate Zentralschweiz

  • Kantonspolizei Bern
  • Kantonspolizei Luzern
  • Kantonspolizei Uri
  • Kantonspolizei Schwyz
  • Kantonspolizei Obwalden
  • Kantonspolizei Nidwalden
  • Kantonspolizei Zug

Polizeikonkordate Nordwestschweiz

  • Kantonspolizei Aargau
  • Kantonspolizei Basel-Landschaft
  • Kantonspolizei Basel-Stadt
  • Kantonspolizei Bern
  • Kantonspolizei Solothurn

Polizeikonkordate Westschweiz

  • Kantonspolizei Freiburg
  • Kantonspolizei Genf
  • Kantonspolizei Jura
  • Kantonspolizei Wallis
  • Kantonspolizei Waadt
  • Kantonspolizei Neuchatel
Es ist ganz gleich, bei welcher Polizeibehörde du arbeiten möchtest: Vor dem Einreichen deiner Bewerbung solltest du auf jeden Fall immer prüfen, welche Anforderungen an dich als Bewerber gestellt werden.

Polizist werden: Wie geht das?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Wege für Interessenten zur Polizei in der Schweiz vielfältig sind. Die Behörden sind natürlich immer auf der Suche nach geeignetem Nachwuchs und stellen Jahr für Jahr zahlreiche Bewerber in verschiedenen Berufen ein. Dein erster Schritt ist hierbei der Besuch der Webseite des jeweiligen Kantons oder der Polizeibehörde. Hier erfährst du, wo du deine Bewerbung einreichen musst, was dabei zu beachten ist und welche Anforderungen von dir auf jeden Fall erfüllt werden müssen. Siehst du hier keine Probleme für dich, kannst du deine Bewerbung einreichen – in den meisten Fällen online.

In einigen Kantonen wirst du schon vor dem Einreichen der Bewerbung erst einmal zu einem Online-Test gebeten, der von dir zuhause am Computer erledigt werden kann. Der Test dient der Behörde dazu, erst einmal zu checken, ob du grundsätzlich für die Arbeit als Polizist in der Schweiz geeignet bist. Solltest du den Test erfolgreich gemeistert haben, erhältst du ein Zertifikat, welches dann den Bewerbungsunterlagen beigelegt wird. Der Vorteil: Mit diesem Zertifikat als Nachweis des erfolgreichen Tests kannst du dich bei verschiedenen Polizeibehörden eines Konkordats bewerben. Sollten deine Bewerbungsunterlagen überzeugt haben, geht es für dich mit dem regulären Auswahlverfahren weiter. Hier setzen die Behörden auf ein intensives Testverfahren, in welchem neben einem schriftlichen Einstellungstest auch eine mündliche Prüfung, ein Sporttest oder eine ärztliche Untersuchung warten. Für jede einzelne Station im Auswahlverfahren gilt dabei, dass es sich um deine „Endstation“ handeln könnte. Heißt im Klartext: Du musst in jeder Prüfung überzeugen, ansonsten wirst du von der Polizei sofort aussortiert.

Tipp: Natürlich kann das Auswahlverfahren der Schweizer Polizei insgesamt als sehr umfangreich bezeichnet werden. Mit der richtigen Vorbereitung hast du hier aber reelle Chancen darauf, dir deinen Traumjob sichern zu können.

Lohnt sich die Arbeit bei der Polizei?

Wenn dein Entschluss, zur Polizei zu gehen, noch nicht zu 100 Prozent feststeht, solltest du dir auf jeden Fall noch einmal vor Augen führen, welche Vorteile dieser Beruf mit sich bringt. Zum einen arbeitest du natürlich in einem spannenden Umfeld und erlebst jeden Tag abwechslungsreiche Dinge. Darüber hinaus ist die Polizei noch einmal in verschiedene Bereiche eingeteilt, so dass du zum Beispiel deine persönliche Leidenschaft als Hundeführer mit dem Beruf verbinden kannst. Wenig überraschend gilt der Arbeitsplatz bei der Polizei zudem als sicher, beschäftigt bist du hier in der Regel bis zum Ende deiner Arbeitskarriere. Und das natürlich mit einer anständigen Bezahlung. Mit der Zeit kannst du deine Bezüge sogar erhöhen, was zum Beispiel durch besondere Einsätze oder Weiterbildungen geschehen kann. Deine Erfahrung reicht hier aber ebenfalls mit der Zeit aus, um das Gehalt in die Höhe zu treiben.

Fazit: Bewirb dich und sichere dir deinen Traumjob

Die Arbeit bei der Polizei ist spannend, abwechslungsreich und wird garantiert niemals langweilig. Es gibt einige gute Gründe dafür, sich um einen Polizeiberuf in einem der Schweizer Polizeikonkordate zu bemühen. Die Behörden arbeiten hier eng zusammen, was auch für die Auswahl der Bewerber gilt. Solltest du also beispielsweise bei einer Behörde aufgrund von Platzmangel keine Stelle bekommen, kannst du mit deinen Leistungen aus dem Auswahlverfahren und Online-Test bei einer anderen Polizei des jeweiligen Konkordats anheuern und dir so vielleicht deinen Arbeitsplatz sichern.


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Bildquellen

  • Polizeikonkordat: Pixabay