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Polizeitaucher werden: Wie werde ich Polizeitaucher?

Ob das Bergen von Personen und Gegenständen, die Unterwasserforensik oder die Suche nach Spuren in den Schweizer Gewässern: Die Arbeit der Polizeitaucher ist abwechslungsreich und anspruchsvoll. Hierbei handelt es sich um eine Sondereinheit der Polizei, ohne die Einsätze im Wasser im Prinzip nicht gelöst werden könnten. Aber wer dazugehören möchte und Polizeitaucher werden will, muss einiges auf dem Kasten haben. Was genau und wie du überhaupt den Beruf Polizeitaucher ergreifen kannst, zeigen wir dir im Folgenden.

Polizeitaucher werden

Polizeitaucher Schweiz: Das sind die Aufgaben

Die Arbeit der Polizeitaucher kann definitiv als spannend bezeichnet werden. Immerhin rückt die Truppe genau dann aus, wenn die regulären Kräfte an Land an ihre Grenzen kommen und zum Beispiel Spuren in einem Gewässer vermutet werden. Die Polizeitaucher sind aber nicht nur für das Aufnehmen von Spuren unter Wasser zuständig, sondern gleichzeitig auch für die Dokumentation, die Unterwasserforensik, das Bergen von Personen und Gegenständen oder die Tatbestandsaufnahme. Zusätzlich dazu führt die Wasserpolizei auch die Ermittlungen bei Tauchunfällen oder ähnlichen Situationen. Zusammengestellt wird die Einheit der Polizeitaucher von jedem Kanton individuell. Die Ausbildungsrahmenbedingungen sind in der gesamten Schweiz aber identisch.

Wer es bei der Polizei zum Polizeitaucher bringen möchte, muss gleich mehrmals an einem Eignungstest teilnehmen. Bestehen wirst du diesen nur mit der richtigen Vorbereitung, für die wir dir unseren Online-Kurs ans Herz legen!

Ausbildung zum Polizeitaucher: Wie kann ich Polizeitaucher werden?

Die Voraussetzungen für eine Karriere bzw. Ausbildung als Polizeitaucher sind hart. Zunächst einmal solltest du wissen, dass du dich für diesen Beruf nicht direkt bei der jeweiligen Polizeibehörde bewerben kannst. Die Polizeitaucher sind eine Sondereinheit der Polizeibehörde und werden dementsprechend aus den eigenen Kräften rekrutiert. Heißt im Umkehrschluss: Du musst erst einmal eine reguläre Karriere bei der Kantonspolizei einschlagen und Erfahrungen im Streifendienst sammeln. Anschließend kannst du dich dann für eine Karriere bei den Polizeitauchern bewerben. Hier haben wir für dich in der Übersicht noch einmal alle erforderlichen Voraussetzungen aufgeführt:

  • Abgeschlossene Berufslehre oder gleichwertige Ausbildung
  • 2 Jahre Polizeischule bei der Kantons- oder Stadtpolizei
  • 2 bis 4 Jahre Einsatz als Streifenwagenfahrer
  • Eignungsprüfung, Vorstellungsgespräch
  • Tauchärztliche Untersuchung

Zunächst einmal muss du im regulären Streifendienst also mehrere Jahre Erfahrungen sammeln, ehe du dich für die Karriere bei den Tauchern bzw. der Wasserschutzpolizei intern bewerben kannst. Nicht jeder Bewerber ist allerdings auch wirklich für diesen Beruf geeignet und so führt die Polizei einen Eignungstest und ein Vorstellungsgespräch durch, in welchem man dich noch einmal genauer unter die Lupe nimmt. Ob du auch alle körperlichen Voraussetzungen erfüllst, wird zudem in einer tauchärztlichen Untersuchung überprüft.

Gut zu wissen: Da es sich bei der Ausbildung zum Polizeitaucher um ein zusätzliches Modul handelt, kannst du hier natürlich auch mit einem besseren Gehalt als im regulären Streifendienst rechnen.

So läuft die Ausbildung ab

Da du als angehender Polizeitaucher bereits Erfahrungen im regulären Streifendienst gesammelt hast, ist im Rahmen dieses Moduls natürlich lediglich eine Zusatzausbildung notwendig. Die Grundlagen des Polizeiberufs sollten dir schließlich schon bestens bekannt sein. Im Detail bedeutet das, dass du eine nur fünftägige Ausbildung durchläufst, die aber dementsprechend intensiv ist. Zudem verlangt die Polizei das D2-Taucherbrevet und das Absolvieren von mindestens 50 Kaltwassertauchgängen. Wie genau die fünf Ausbilddungstage dann ablaufen, siehst du hier am Beispiel der Polizei Zürich:

  • 1. Tag: Vollgesichtsmaske und gesetzliche Grundlagen
  • 2. Tag: Suchmethoden
  • 3. Tag: Dokumentieren, Spurensicherung, Unterwasserforensik
  • 4. Tag: Bergen
  • 5. Tag: Tauchunfälle, Tatbestandsaufnahme und Lernkontrolle
Tipp: Die Lernkontrolle am fünften Tag wird als abschließende Prüfung betrachtet und prüft, wie gut du das Erlernte der letzten Tage behalten hast. Es ist daher ratsam, sich nach Dienstschluss an den fünf Tagen noch hinzusetzen und ein wenig Theorie zu lernen.

Der Weg zur Polizei: Voraussetzung für die Arbeit als Polizeitaucher

Wie schon erwähnt, kannst du nur dann Polizeitaucher werden, wenn du bereits Erfahrungen im regulären Streifendienst gesammelt hast. Das bedeutet also auch, dass du dich bei deiner Bewerbung zunächst als ganz regulärer Beamter bei der Kantonspolizei bewirbst. Welche Ausbildungsmöglichkeiten vorhanden sind, wie du dich bewerben kannst und welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, erfährst du auf der Webseite des jeweiligen Kantons. In einigen Fällen ist vor dem Einreichen der Bewerbung die Teilnahme an einem Online-Test erforderlich, mit dem die Polizei bereits eine erste Vorauswahl trifft. Warst du hier überzeugend, erhältst du ein Zertifikat und kannst dieses deiner Bewerbungsmappe beilegen.

Anschließend geht es, bei überzeugenden Bewerbungsunterlagen, weiter mit dem regulären Einstellungstest der Polizei. Hier musst du einen schriftlichen Eignungstest meistern, zusätzlich wirst du in einer mündlichen Prüfung gecheckt, musst im Sporttest überzeugen und die polizeiärztliche Untersuchung hinter dich bringen. Gibt es hier keine Einsprüche seitens der Behörde, steht der Einstellung nichts mehr im Wege.

Vorbereiten solltest du dich auf das Auswahlverfahren der Polizei definitiv intensiv. Solltest du in einer Prüfung nicht überzeugen können, wirst du aus dem Auswahlverfahren sofort aussortiert und nimmst an den weiteren Prüfungen gar nicht mehr teil!

Fazit: Hohe Ansprüche und ein Spitzen-Job

Um die Arbeit als Polizeitaucher werden dich in deinem Bekanntenkreis sicherlich viele Menschen beneiden. Die Arbeit ist spannend und kein Tag ist hier wie der Andere. Allerdings müssen die Polizeitaucher auch in jeglicher Hinsicht zuverlässig, strapazierfähig und leistungsfähig arbeiten. Genau deshalb kommen hierfür nur ausgewählte Kräfte der Polizei zum Einsatz, die sich in einem internen Bewerbungsverfahren beweisen müssen. Auch die Grundausbildung anschließend hat es in sich. Diese ist zwar enorm kurz, dafür aber eben auch sehr intensiv. Deutlich steigern kannst du deine Erfolgsaussichten, wenn du dich intensiv auf den Einstellungstest und das gesamte Auswahlverfahren vorbereitest. Und das sowohl intern als auch schon für die generelle Bewerbung bei der Polizei.


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Bildquellen

  • Polizeitaucher werden: Pixabay